Abgasverlust

Der Abgasverlust ist Wärme, die mit den heißen Kesselabgasen zum Schornstein hinausgeht. Er wird vom Bezirksschornsteinfegermeister-/in bei der jährlich durchzuführenden Emissionsmessung ermittelt und als Prozentgröße protokolliert.

Merkmale des Abgasverlusts

Da der Abgasverlust nur während der Brennerlaufzeiten auftritt, kann er in seiner Messgröße direkt als Brennstoffverlust verstanden werden.  Beispiel: Bei einem jährlichen Brennstoffverbrauch von 4.000 Liter Heizöl und einem gemessenen Abgasverlust von 12 % entspricht dies 0,12 × 4.000 Liter = 480 Liter.

Der Verlust ist in Wirklichkeit größer. Denn der im trockenen Abgas enthaltene Wasserdampf wird mit seiner Kondensationswärme bei der Messung nicht berücksichtigt. Er bildet einen zusätzlichen „latenten“ Wärmeverlust von ca. 11% bei Gas und 6% bei Heizöl.  Gemessene 12% Abgasverlust eines Ölkessels sind somit in Wirklichkeit 12 + 6 = 18%. Brennwertkessel nutzen dies als zusätzlichen Energievorteil.

Gesetzliche Regelungen

  Maximale Abgasverluste und Übergangsfristen

Da der Abgasverlust sehr leicht zu ermitteln ist, gibt es gesetzlich festgelegte Maximalwerte, die mit der jährlich durchzuführenden Emissionsmessung überwacht werden.  So dürfen z. B. ab 01. Januar 1998 neu installierte Heizkessel bis 25 kW Leistung den Grenzwert von 11 Prozent nicht überschreiten. Für ältere Kessel gibt es Übergangsregelungen.

  Quelle: Buderus

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